Ein fulminantes Singspiel durften die Gäste der Grundschule Bad Reichenhall St. Zeno/Marzoll in der vollbesetzten und entsprechend warmen Turnhalle in Marzoll erleben. Die Schule hatte die gesamte Schulfamilie zu einer Sommerserenade eingeladen. So konnte Konrektorin Nicole Reger neben zahlreichen Schülern, Lehrern, Eltern, Geschwistern und Großeltern auch viele Lernpaten begrüßen. Diese begleiten ehrenamtlich über das Schuljahr hinweg einzelne Schüler am Vor- oder Nachmittag und helfen beim Lernen. Auf der Bühne konnte man von Kindern gestaltete Dschungeltiere und -pflanzen erkennen. Davor standen mit grünem Stoff verhüllte Kästen und einige als Tiere verkleidete Kinder zupften vor dem Start noch etwas aufgeregt ihre Maske zurecht. Eingerahmt wurde die Kulisse von den Kindern des Schulchors am linken Rand und der Streicherklasse am rechten Rand. Unter der Leitung von Monika Gaggia entlockten die Streicher ihren Instrumenten stimmungsvolle Klänge, die schließlich in das Lied „Tropf, tropf, tropf“ übergingen. Mit Instrumenten wie Boomwhacker, großer Conga oder Claves begleiteten die Kinder ihre Gesangsbeiträge selbst. Elias Neubauer, Frieda Fuchs und Emma Priebe führten schließlich auf einem Erzählerstuhl sitzend in die Geschichte ein. Die Lehrerinnen Constanze Holtbrügge und Claudia Fritsch hatten das Hörspiel "Kleiner Dodo, was spielst du?" von Serena Romanelli und Musik von Detlev Jöcker und Georg Bühren für die Belange der Schule umgeschrieben. Dido und Didi (Felicitas Neubauer und Kathalea Möckl), zwei Orang-Utan-Kinder im Urwald von Borneo saßen bei Regen unter einem großen Blatt. Plötzlich rumpelte ein lauter Lastwagen (Nora Junghans auf einem Kettcar), durch den Dschungel. Dabei fiel eine große geheimnisvolle Kiste von der Ladefläche. Neugierig untersuchten die beiden Affen den Gegenstand und entdeckten darin ein "Dingsbums, das Töne machte, wenn man es piekste". Zum Leidwesen aller anderen Tiere gefiel das den beiden so sehr, dass sie fortan ständig auf der als Dingsbums bezeichneten Geige spielten. So steckten sich die Affeneltern Bananen in die Ohren, um sich vor dem Lärm zu schützen. Bei der Aufführung übernahm Elisa Buchwald aus dem Off die Intonation der Geige. Leider fiel die Geige schließlich durch ein Missgeschick in den Fluss. Dort wurde es von dem Krokodil Arnold (Josephine Neubauer) gerettet. Da das Krokodil aber nunmal sein großes Maul für die Rettung benutzt hatte, kam es zur totalen Zerstörung der Geige. Dido und Didi waren sehr traurig. Das drückten sie durch den solistisch vorgetragenen Klagegesang „Mein Dingsbums“ aus, bis der Chor unter Leitung von Claudia Fritsch übernahm. Schließlich hatte der Vater der Affen (Felice Lotz) die rettende Idee: "Onkel Darwin könnte helfen!" In seinem Krimskramsladen waren allerhand Menschendinge zu finden.
Er zog los und kam wenig später mit einem Sack von Instrumenten zurück. Diese wurden sogleich von zahlreichen Dschungeltieren (Kinder der Musik-AG Marzoll) entgegengenommen und ausprobiert. Leider war jedoch keine Geige dabei. So zogen Dido und Didi erneut los, um nochmal genauer zu suchen. Vom Chor erklang das schmissige Lied "In Onkel Darwins Krimskramsladen" während dieser von den Bühnentechnikern aufgebaut wurde. Zum Glück tauchte unter allerlei Dingen und hinter einer Vielzahl von Kartons ein neues Dingsbums auf. So konnten in einer wunderschönen Schlussszene Chor, Streicherklasse und Schauspieler im Lied "Kommt wir wollen musizieren" miteinander spielen. Auch einige Zuschauer, die das Lied schon aus dem Unterricht kannten, stimmten beschwingt mit ein. Lehrerin Holtbrügge dankte den vielen Kindern, die zum Gelingen der Aufführung beigetragen hatten. Neben den Schülerinnen und Schülern auf der Bühne hatten auch viele Kinder der Offenen Ganztagsschule in Marzoll mit ihren Betreuerinnen unter Leitung von Mandy Dendl sowie die Klasse 4a viele Wochen an den Kulissen gearbeitet. Für das besondere gemeinsame Engagement dankte Konrektorin Reger den Lehrkräften Theresa Bergmair (Klavierbegleitung), Claudia Fritsch, Constanze Holtbrügge und Monika Gaggia (städtische Musikschule) für das herausragende Engagement. Erst kürzlich war die Grundschule Bad Reichenhall St. Zeno/Marzoll als musikbegeisterte Grundschule ausgezeichnet worden. Die Veranstaltung stellte unter Beweis, wie diese Musikbegeisterung gelebt wird und wie die mehrjährige Kooperation mit der städtischen Musikschule zu gemeinsamer schöpferischer Kraft und Kreativität führt. Im Anschluss luden Elternbeirat und Förderverein auf dem Freigelände der Schule zum gemeinsamen Beisammensein bei Getränk und Bratwurstsemmeln ein. Dabei spielten draußen einzelne Kinder zur Unterhaltung der Gäste am Fuße des Untersbergs auf.




